Brian John Parker

Brian John Parker, o.T., 60x45cm, 2002, Pastell auf Papier

Einheit und Vielfalt. Damit lässt sich das Werk von Brian John Parker am besten Beschreiben. Die surrealistischen Landschaften aus denen das Bild zusammengesetzt ist, bilden einerseits eine Vielfalt, andererseits kann keine der Einzelszenen ohne die anderen ihre Wirkung entfalten. Mehr noch: Sie verschmelzen zu einem Bild, zu einer Gesamtszene. Selbst starke, abrupte Hell-Dunkel-Übergänge wie in der Oberen Bildhälfte, wirken nicht als Bruch oder Gegensatz, sondern bilden einen fließenden Übergang, der durch das Bild führt. So gelangt das Auge von einer Szene zur nächsten – aber es springt nicht nervös umher, sondern wird langsam geleitet. Die Szenen bilden einen Rahmen, ein Gerüst, die Architektur des Gemäldes. Und wie bei einem Gebäude ergibt erst die Summe der der Einzelteile das vollendete Ganze.

Parkers Bilder sind im Grunde mit Pastell gefertigte farbige Zeichnungen, komplexe Landschaftsausschnitte, die sich wie Kontinentalplatten übereinander schieben. Die Bilder entstehen intuitiv und ohne Vorlage. Sie stellen somit keine realen Landschaften dar, sondern zeigen Traumwelten, die im Künstler selbst entstanden sind. Traumwelten, die das Innere des Künstlers in seiner Vielschichtigkeit und seinem Facettenreichtum wiederspiegeln. Dabei bleiben die Werke aber so losgelöst von jedem direkten Bezug zu ihrem Schöpfer, dass sich der Betrachter problemlos selbst in sie hineinprojizieren kann. Je nachdem in welchem seelischen Zustand die Landschaften betrachtet werden, treten andere Farbigkeiten, andere Details in den Vordergrund, wirken die Werke mal heller, mal dunkler.

Geboren 1932 in Salisbury, England, kam Parker als Fagottist der englischen Militärkapelle nach Deutschland. Hier entdeckte er 1970 seine Begeisterung für die Kunst. Aus kleinen Skizzen, die beim telefonieren entstanden, entwickelte er einen einmaligen ihn auszeichnenden Pastellstil mit seinen surrealistischen Szenerien.
Parker ist Mitglieder der Künstlervereinigung Dortmunder Gruppe und Preisträger bei der Ausstellung der Pastel Society 1999 in der Mall Galleries in London.

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