Günther Grass – Skulpturen

Günther Grass

„Als bildender Künstler bin ich gelernter, als Schreiber ungelernter Künstler.“

Nur wenige wissen, dass der Literaturnobelpreisträger Günther Grass seine künstlerische Karriere an der Kunstakademie in Düsseldorf startete. Er studierte in den Jahren 1948-1952 unter anderem bei den lehrenden Künstlern Ewald Matare und Otto Pankok. Neben seinen späteren Erfolgen als Schriftsteller hat Günter Grass zusätzlich ein bildkünstlerisches und skulpturales Lebenswerk erschaffen. Bis heute sind seine Werke in zahlreichen Ausstellungen weltweit zu sehen und Teil bedeutender Sammlungen wie etwa der Sammlung Ludwig und der Sammlung Würth.

Während der achtziger Jahre schuf Günther Grass die ersten Skulpturen und knüpfte damit auch an seine Steinmetzausbildung an, die er direkt nach dem Krieg absolvierte. Diese Skulpturen beziehen sich zum einen auf seinen Roman „Der Butt“ und stellen Motive und Figuren aus ihm dar. Zum anderen spielen Metamorphosen – Verwandlungen – eine große Rolle: Mensch und Tier, aber auch einfache Gegenstände verschmelzen miteinander und bilden faszinierende Zwischenwesen. Es ist diese absolute Freiheit in der künstlerischen Gestaltung, die bis heute den Reiz seiner Skulpturen ausmacht.

Ole Gerlach

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