Max Weiler – Weiße Blöcke

Max Weiler, Weiße Blöcke, 1958, Öl und Eitempera auf Leinwand, 190x207cm

Das Werk entsteht zu Beginn einer entscheidenden Phase Max Weilers, in der er anfängt, sich vom Naturvorbild zu lösen und zur Abstraktion hinzuwenden. In dem Bild Weiße Blöcke erheben sich helle Strukturen aus einem grün-blauen Untergrund, die Assoziationen an Steine auf einer Wiese erlauben. Insbesondere der Begriff Blöcke unterstützt den Eindruck, dreidimensionale Strukturen auszumachen. Doch die als Schatten wahrgenommenen Abstufungen im Weiß sind willkürlich und nichtfigurativ gesetzt und ein spärlich verwendetes Rosa weist den Betrachter darauf hin, dass der grüne Untergrund nicht als Graslandschaft zu deuten ist.

Der am 27. August 1910 geborene Max Weiler gehört zu den bedeutendsten Künstlern Österreichs. Nach einer Ausbildung zum Lehrer, studiert er anschließend Bildende Kunst in Wien. Der Künstler entwickelt eine besondere Vorliebe für die altchinesische Landschaftsmalerei und unternimmt zu Studienzwecken zeitlebens viele Reisen – etwa nach Asien, aber auch Afrika. Schnell stellen sich erste Erfolge ein, unter anderem Aufträge zur Ausmalung öffentlicher Räume. Durch aktuelle Strömungen und Impulse beeinflusst, beginnt sich Weilers Stil ab 1960 zu wandeln. Sein besonderes Interesse gilt dabei stets der Analyse der Effekte und Eigenschaften von ineinander fließenden Farben. Max Weiler stirbt am 29. Januar 2001 in Wien.

Ole Gerlach

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s