Thomas Kohl – Fluss Mündung

Thomas Kohl

Fluss Mündung, 2001, Öl auf Leinwand, 107x183cm

Das Auge sucht im Bild eine Bestätigung des Titels Fluss, Mündung und wird fündig. Doch es sieht nicht das, was Kohl dargestellt hat, sondern projiziert eigene Vorstellungen und Erinnerungen von Flussmündungen in das Bild hinein. Dies ist vom Künstler beabsichtig, um zu erreichen, dass jeder Betrachter in ein und demselben Werk seine eigene individuelle Landschaft entdeckt. Genau hingesehen, entbehrt das Bild jedoch jeglicher Gegenständlichkeit, vielmehr ist es eine Abstraktion verschiedener ungebundener Farbschichten und Pinselzüge, deren einziger Zusammenhalt in einer farblichen Übereinstimmung liegt, die Assoziationen von Landschaft wachrufen: Das Grün wird nun zur üppigen, sich im Wasser spiegelnden Vegetation und die ocker- und rotfarbenen Schichten in Vorder- und Hintergrund zur zerklüfteten Uferböschung. Abstufungen im Blau-Grün und farbige Reflexionen sorgen für eine Belebung der Wasseroberfläche.

Der am 18. Juli 1960 in Düsseldorf geborene Maler Thomas Kohl studierte Bildende Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er auch Meisterschüler bei Gerhard Richter und ab 1983 als dessen Galerieassistenz tätig war. Neben Landschaftsdarstellungen beschäftigt sich Kohl seit 1998 auch mit Porträts und entwarf 2003 ein Himmelspanorama für die Saaldecke des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

Ole Gerlach

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